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Studienfahrt nach Belgien und in die Niederlande – gemeinsam unterwegs

mit den protestantischen Kirchengemeinden Neuhofen und Dreifaltigkeit Speyer.

Historische Städte voll prächtiger Bauten und Plätze, Kunst, Kultur und Geschichte – Mitglieder und Gäste unserer Kirchengemeinden machten sich im Bus auf den Weg nach Flandern.

Der Beginn der Reise war die liebenswürdige Stadt Gouda mit vielen Grachten, Cafés und vor allem Fahrräder. Die Innenstadt ist autofrei und das mittelalterliche Rathaus steht auf dem Käsemarkt, ein zentraler Platz auf dem wöchentlich der Markt stattfindet. Ganz in der Nähe steht die St.- Jans-Kirche, die mit 123 Metern die längste Kirche Niederlands ist.

Am nächsten Tag konnten wir eine Bootsfahrt auf den Grachten von Amsterdam genießen und die Häuser und Giebelformen bestaunen, die früher als Erkennungsmerkmal dienten, bevor die Nummerierung der Häuser begann.

Die anschließende Führung durch das Vincent van Gogh-Museum beeindruckte durch die unvergleichlichen Kunstwerke dieses Malers (1853-1890), der erst nach seinem Tod zu Beachtung und Anerkennung fand. Sie bot einen faszinierenden Einblick in sein Leben und Schaffen, der Gründer der modernen Malerei. Eine Stippvisite bei dem 'Rembrandt Hoeve', einem kleinen selbständigen Gouda-Käsebauern mit Einkaufsmöglichkeit schloss sich an.

Am Vormittag des Folgetages besuchten wir Rotterdam, auch 'Manhattan an der Maas' genannt, denn die Architektur wächst geradezu in den Himmel. Die Führerin brachte uns zu den 'Kubushäusern', zur Erasmus-Brücke (800 Meter) und zum Auswandererhafen. Aus Armut verließen viele Bewohner aus Deutschland ab 1830 ihre Heimat, um sich in Amerika eine neue Zukunft aufbauen zu können.

Der nächste Vormittag wurde dem Parlamentarium in Brüssel gewidmet im Herzen des EU-Viertels. Das Besucherzentrum bot einen interessanten Rundgang durch die europäische Geschichte und der aktuellen Problematik der EU.
Danach wurden im Magritte Museum Führungen durch die weltweit größte Sammlung des Malers angeboten. Das Museum ist Teil der Königlichen Museen der Schönen Künste am Place Royal. René Magritte (1898-1967) war ein wichtiger Vertreter des belgischen Surrealismus dessen Ziel es war, herkömmliche Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit und Traum zu vermischen.
Wenn schon Brüssel, dann muss man auch das Atomium gesehen haben! Der freundliche  Busfahrer kurvte und vor dieses gewaltige Bauwerk, das für die Expo 1958 errichtet wurde. Es besteht aus 9 Atomen, wiegt 2400 Tonnen und ist 102 Meter hoch. Es soll ein Symbol für das Atomzeitalter und die friedliche Nutzung der Kernenergie darstellen.

Der vorletzte Morgen brachte uns alle in die Tuchmacherstadt Gent, die im Mittelalter durch ihr Handwerk zu einer der reichsten und größten Städte Europas zählte. Die Bedeutung der Burg, Türme, Gilde- und Speicherhäuser erklärte eine kundige Stadtführerin in einem ausführlichen Rundgang und lud alle ein, die St.- Bravokathedrale mit dem berühmten Genter Altar der Brüder van Eyck zu besichtigen.

Nun war noch genügend Zeit um sich die Weltstadt Antwerpen anzuschauen. Die Hafenstadt liegt an der Schelde, in der im Mittelalter sich Diamantenhändler,  -schleifer, -poliere angesiedelt hatten. Der Stil der flämischen Renaissance ist die typische Antwerper Architektur mit  imponierenden Monumenten und baulichen Perlen. Beeindruckend ist der 'Grote Markt' mit prächtigen Gildehäusern, Kirchen und der Kathedrale.
Vor der Abreise besuchten wir das  Rubenshaus aus dem 17. Jh.. Im Rundgang kann man die historisch eingerichteten Räume mit Werken des Peter Paul Rubens und seinen von ihm ausgebildeten Schülern bewundern. Das Haus mit dem Barocktor erinnert an einen Palazzo mit Innenhof und Garten.

In fröhlicher Runde verlief die Rückreise reibungslos und alle freuen sich, wenn  wieder eine interessante Reise angeboten wird.

Maria Andreas